Bildungspolitik

  1. Wir wollen mehr Geld in Schulen und Bildung investieren.
  2. Wir streben eine Bildungsreform an in welcher die Angleichung der Bildungssysteme der
    einzelnen Länder das Ziel bilden.
    • 2.1. Sämtliche Schulinhalte und bürokratischen Prozesse im Bundesgebiet sollten überall
      schrittweise angeglichen werden, um Schulwechsel in ein neues Bundesland für Schüler sowie
      Lehrer einfacher zu gestalten ist und diese entlastet.
  3. Alltagskunde(Steuern, zuständigkeit der Ämter, Wie man Anträge stellt, Beamtendeutsch und
    andere Alltagsnotwendige Informationen), Mental Health und Erste Hilfe sollen in den letzten
    beiden Schuljahren zusätzlich in den Bildungsplan aufgenommen werden. In der 5-6. Klasse soll
    es außerdem Ernährungslehre geben, welche 14wöchig mit Hauswirtschaftslehre abwechselnd
    unterrichtet wird und als theoretischer Teil des Unterrichts gesehen werden kann.
  4. Wir wollen Halbtagsschulen komplett abschaffen und durch Ganztagsschulen ersetzen.
  5. Eines unserer Ziele bildet die Abschaffung der Hausaufgaben. Jugendliche haben mit der
    Pubertät und geringen Freizeit bereits genügend Probleme. Stress durch Hausaufgaben hat
    hauptsächlich negative Auswirkungen. Jugendliche sollten das Stück Kindheit was sie noch
    haben nutzen können um sich auch zu entfalten und selbstzufinden.
  6. Wir fordern die Erhöhung von Lehrergehältern um den Beruf des Lehrers wieder attraktiver zu gestalten.
  7. Die Schule soll auf G10 ausgebaut werden, um den Lehrplan zu entstraffen und besser auf die einzelnen Themen eingehen zu können. Gute und schnelle Schüler sollen natürlich nach belieben und bei Absprache mit dem Lehrer die Möglichkeit haben, auf G9 oder sogar G8 abkürzen zu können.
  8. Die Gesamtnote soll abgeschafft werden und durch mehrere Gesamtnoten in den verschiedenen Kompetenzen ersetzt. Gesamtnote für Sprachen(Deutsch, Englisch, Französisch, informatik, etc.), Gesamtnote für Künste(Deutsch, Musik, Kunstunterricht, etc.), Gesamtnote für körperliche Arbeit(Sport, Hauswirtschaft, Werken, etc.), Gesamtnote für Naturwissenschaften(Physik, Biologie, Ernährungslehre, Mathematik, etc.) und Gesamtnote für Soziale Wissenschaften(Politik, Geschichte, Arbeitslehre, Erdkunde, Philosophie, etc.)
    • 8.1. Das Fach Sport darf keinen Einfluss auf eine Versetzung in die nächste Klasse oder gar den Abschluss haben.
  9. Wir wollen mehr Schulen bauen lassen um kleinere Klassengemeinschaften von 15 leuten zu führen. Dies soll dafür sorgen, dass die Lehrer auf die einzelnen besser eingehen können, sowie dafür, dass die Klassengemeinschaft familiärer wird und ein gewisses Gemeinschaftsgefühl entstehen kann. Dies ist selbstverständlich als ein langfristiges Ziel zu betrachten, da der Lehrermangel diese Bemühungen deutlich erschwert.
  10. Wir wollen Mathematik zu einem praktischen Fach umfunktionieren. Es sollen leute regelmäßig eingeladen werden welche tagtäglich die Formeln benutzen müssen und den Kindern/Teenagern zeigen wozu man sowas braucht. Auch sollen die Schüler nicht einfach irgendwelche langweiligen Blätter bearbeiten. Man muss denen erst erklären warum die Formeln sind wie sie sind und ihnen anhand von Beispielen aus dem Alltag ihre Nützlichkeit zeigen. Danach kann man mithilfe von Blättern versuchen die erlangten Informationen und Fertigkeiten zu festigen.
  11. Wir sind der Übrzeugung, Demokratische Teilhabe entwickelt sich bereits in der Schulzeit. Müssen aber zur Kenntnis nehmen dass die jetzigen schulinternen Hierarchien demokratische Entwicklungen hemmen. Deshalb streben wir an, mittels mehr demokratischer Mitbestimmung innerhalb der Schulgemeinschaft mehr mündige Bürger ins Leben lassen zu können. Sollte eine solche selbstorganisierte Schülerwahl etwas mit einer zwei-drittel mehrheit bestimmt haben, dann ist der Direktor gezwungen innerhalb von 4 wochen dem nachzugehen oder einen Kompromissvorwurf vorzulegen, welcher mit einer (einfachen) Mehrheit der Schüler angenommen wurde.
    • 11.1. Sollte bei einer solchen Wahl ein Lehrer aus der Schule gewählt worden, muss das Bildungsministerium den Fall untersuchen und sollte man den Lehrer als pädagogisch unbedenklich einstufen, soll das Bildungsministerium bei einer Neueingliederung in einer neuen Schule des Lehrers helfen.
  12. Die letzte Stunde der Schule soll für AGs und selbstständiges Lernen oder Nachhilfe von Lehrern genutzt werden.
  13. Kunst als das Fach der puren Interpretation sollte grundsätzlich nicht benotet werden, weil
    man Kunst nicht objektiv bewerten kann.
    • 13.1. Kunst sollte ausgeweitet werden, dass nicht nur Kunst in Bildform behandelt wird, sondern
      auch Dichterei, Schauspielerei, Graffiti, Tanz, Poesie und ähnliches. Kunst sollte hierbei keinen
      strafen Bildungsplan haben wie andere Fächer sondern freier sein(was ja der Sinn von Kunst ist)
      und daher soll mit Absprache der Schüler entschieden werden was genau gemacht und
      unterrichtet wird.
  14. Wir sind der Ansicht das man sich im Religionsunterricht objektiv mit den sechs großen
    Weltreligion beschäftigen sollte: Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Daoismus und
    Hinduismus. Hierbei sollen die vertretenden Werte, Feiertage, Bewegungen bzw Gruppierungen
    innerhalb der Religionen und eine religionswissenschaftliche Grundlage unterrichtet werden.
    Weiter sollte der Unterricht statt religionsunterricht künftig Religionswissenschaftlicher
    Unterricht heissen und sich statt auf Predigten(welche in der Bildung wenig platz haben und
    Privatsache sein sollte) auf Religionswissenschaft fokussieren um den Schülern auch im Umgang
    mit Religion und Traditionen eine wissenschaftliche Grudlage zu bieten.
    • 14.1. bezogen auf den Islam wollen wir eine sachliche und fundierte Aufklärung ohne
      Verzerrung, Verteufelung und Beschönigungen über den Islam, seine Geschichte, große
      islamische Denker und Philosophen, Aussagen des Korans, konfessionen des Islams und die
      Situationen in islamischen Ländern sollten alle Teile des Unterrichts bilden.
  15. Wir wollen Informatik/Programmieren als Fach in der Schule einführen. Die Schülerinnen
    und Schüler müssen über informatisches Grundwissen verfügen. Das Pflichtfach Informatik soll
    ab Klasse 5 eingeführt werden.
    • 15.1. Wir wollen Medienkompetenz ab der 5ten Klasse als Thema einführen und als ein
      Schwerpunkt im Informatik, Politik und Deutsch Unterricht setzen. Wirtschafts- und Digital-
      kompetenz soll fächer übergreifend ebenso vermittelt werden. Ein abgehender Schüler sollte
      nicht nur das abstrakte Denken besitzen um Gedichte interpretieren zu können, sondern auch
      Mietverträge verstehen und erkennen können ob ein Artikel im Internet
      vertrauenswürdig/glaubwürdig ist.
  16. Handyverbote sind kein sinnvoller Ansatz in einer modernen Schulpolitik. Schulen sollen mit
    Beteiligung der Schüler die sinnvolle Einbeziehung von Handys in den Schulalltag regeln.
  17. Das mehrgliedrige Schulsystem sowie die Förderschulen, neben dem inklusiven Unterricht
    möchten wir erhalten. Allerdings sollten langfristig Förderschulen abgebaut werden und Reguläre Schulen für Neurodiverse und Körperbehinderte Menschen vorbereitet werden. Dies ist leider nicht kurzfristig möglich, daher muss das derzeitige System vorerst beibehalten werden
    • 17.1. In Hauptschulen sollten die Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch mit höherer Priorität
      unterrichtet werden.
    • 17.2. Langfristig muss eine inklusive Lernmöglichkeit in allen Schulformen ermöglicht sein, dies wäre aber ein langfristiges Ziel. Zudem sollte das Förderschulsystem reformiert werden.
  18. Politisches Wissen und die Auseinandersetzung mit politischen Themen ist unabdingbar für eine reflektierte Haltung in unserer demokratischen Gesellschaft. Daher wollen wir in weiterführenden Schulen und Abschlussklassen das Fach Politik stärken. Die Schüler sollten in einer demokratischen Grundhaltung gestärkt werden.
    • 18.1. Die Schulbücher für Politikunterricht sollten bereichert werden mit mehr wichtigen Thematiken, welche komplexe heutige Probleme reflektieren. So sollte auch der Nahost-konflikt zwischen Israel und Palästina näher beleuchtet werden. Des Weiteren sollten verschiedene demokratische Systeme beleuchtet und verglichen werden, so wie die Erklärung der Ziele aller zum Zeitpunkt des Unterrichts antretenden Parteien der letzten oder anstehenden Bundestagswahl.
    • 18.2. Um Extremismus vorzubeugen wollen wir die Argumente und vorallem auch die Gegenargumente der Extremisten im Unterricht behandeln. Auch Scheinargumente und Propaganda sollte mehr in den Fokus treten.
    • 18.3. Zentrismus(Apolitische, antipolitische und politisch desinteressierte) und das Modell des „Overton window“ sollten in der Schule behandelt werden. Statistisch gesehen sind Zentristen am ehesten bereit eine Diktatur zu unterstützen oder zu tolerieren, daher muss dringend das Problem des Zentrismus in der Schule behandelt werden.
    • 18.4. Da die Politik stark mit dem Geschichtsunterricht verbunden ist, sollten auch die Taten, Gesetzesänderungen und Entscheidungen der bisherigen Bundeskanzler und Bundeskanzlerinnen und deren Regierungen im Unterricht behandelt werden.
    • 18.5. „Entscheidungsfindung“ und „Politische Rollenspiele“ in den Politikunterricht einführen.
  19. Kreative Mitgestaltung der Schüler von Klassenräumen und des Schulgebäudes.
  20. Wir möchten eine Stärkung der Volkshochschulen und anderer Erwachsenenbildungseinrichtung. Bildung endet nicht mit dem Erwachsenwerden oder dem Beruf, daher setzen wir uns dafür ein, dass mehr Menschen sich weiterbilden können.
  21. Bei Gewaltakten oder ähnlichen Vergehen, welche aufgrund des Jugendstrafrechts nicht bestraft werden können, kann die Schule 1 bis maximal 3 Sozialstunden dem Jugendlichen anrechnen, welche er in den Ferien oder nach seinem Schul-abschluss oder -abbruch abarbeiten muss.
  22. Klassen sollten von einer Deutsch- und einer Englisch-sprachigen Lehrkraft unterrichtet werden.
  23. Wir sind der Ansicht man sollte auch wenn ein Thema bereits abgeschlossen wurde „Überraschungstests“ darüber schreiben. Diese werden nicht benotet und haben keine Auswirkung auf das Zeugnis. Wenn man anhand dieser Tests merkt das die Schüler das vorherige nicht wirklich mitgenommen und verinnerlicht haben, kann jenachdem überlegt werden das Thema in Kurzform zu wiederholen.
  24. Wir sind der Ansicht dass Deutschland und die Welt Alternativen zum derzeitig absurden Fleischkonsum schaffen muss, welcher jenseits von gesunder Ernährung liegt. Daher sind wir der Meinung, dass angehende Köche in ihrer Ausbildung nicht nur das zubereiten verschiedener Fleischgerichte lernen sollen, sondern auch vegetarische und vegane Essenskultur vermehrt erlernen sollten.
  25. HipHop sollte in den Musikunterricht mit eingebracht werden. Die Beats sind zwar vergleichsweise komplex, gehorchen aber dennoch dem europäischen 4/4-Takt. Für Scratches existiert eine Notenschrift. Es ist leicht möglich, akademische Zugänge für HipHop-Musik zu finden und auch musikhistorisch zu arbeiten.
  26. in Schulen müssen auch Themenübergreifende Sachen beigebracht werden, zb. Klimawandel als Großthema, in welchem dann die Physik-, Chemie-, Politik- und Erdkunde-lehrkräfte zusammen den Unterricht gestalten. Solche Großthemen sollten fest in die Lehrpläne integriert werden.
  27. Alle Hauptfächer sollten unserer Meinung nach in mehreren klassenübergreifenden Kursen absolviert werden, da diese Fächer intensiver unterrichtet werden und daher Unterschiede in Geschwindigkeit des Verstehens sich intensiver herauskristallisieren.
  28. Bildungsminister sollten dazu verpflichtet werden, mehrere Schulen verschiedener Schulformen im Jahr zu besuchen für jeweils eine Woche um einen DIalog mit den Lehrern und Schülern zu führen. Dies ist notwendig, damit die Minister nicht ausschließlich aus ideologischen Gründen handeln, sondern wirklich die vorhandenen Probleme kennen und dementsprechend handeln können.
  29. Gender Studies sehen wir kritisch aufgrund von unwissenschaftlichen, dogmatischen und höchst ideologischen Methoden in den Studien und ihrer Auswertung. Dementsprechend fordern wir eine bessere sozialwissenschaftliche Grundlage des Faches durch mehr „Statistik“ und „Wissenschaftliches Arbeiten“ als Kurse im Studienfach Gender studies, so wie mehr Fokus auf das Reflektieren dogmatischer und ideologischer Auslegungen von Studienergebnissen. Trotz der Problematiken im noch relativ neuen Studienfach lehnen wir es nicht grundsätzlich ab, sondern fordern einen höheren Standart in der wissenschaftlichen Arbeit des Faches und dem Einblick der Studenten in andere sozialwissenschaftliche Fächer wie Soziologie, Medienwissenschaften und Philosophie um auch propagandistische Werke oder politisch motivierte Werke besser von anderen Quellen zu unterscheiden.
  30. Anti-Gewalttraining für Lehrkräfte (bevorzugt Haupt- und Förderschulen).
  31. Wir sind der Meinung die Kompetenz der Lehrer muss sich im IT-Bereich und in der Medienkompetenz dringend verbessern.
  32. 2 Stunden(wöchentlich) sollten die Themen der Schüler durchgenommen werden. Schüler sollten die Möglichkeit haben über Dinge zu lernen welche sie beschäftigen oder was sie interessiert aber aufgrund des Bildungsplans vernachlässigt werden.
  33. Nicht-cisnormative und nicht-heteronormative Familienbilder sollten in der Schule neben dem Traditionellen Familienbild vorkommen.
  34. „Ergodic Literature“ im Deutschunterricht unterbringen.
  35. Die in der Grundschule vollzogenen Fahrradprüfungen sollten in der 9ten Klasse nochmal wiederholt werden um die Straßenverkehrsregeln aufzufrischen auch für die Schüler, welche nicht vorhaben den Führerschein zu machen und dementsprechend nicht alle Verkehrsregeln im Kopf haben dürften.
  36. Das Entwickeln von Schultauglichen Lernspiele, welche vorher getestet wurden ob sie wirklich Lernfortschritte erzeugen und der Zielgruppe Spaß machen.
  37. Artensterben und Tierschutz im Bildungsplan ausweiten.
  38. Mehr Bewegungsmöglichkeiten, gerade für jüngere Schüler, bereitstellen durch bspw. Mehr Klassenausflüge, um hautnah sein Wissen zu vertiefen, mögliche 5-minütige Yoga-sitzungen zwischen jeder zweiten und dritte Schulstunde oder auch die Ermöglichung für unruhige Schüler eine Runde durch das Schulgebäude spazieren zu lassen. Schule darf sich nicht wie ein Gefängnis anfühlen, sowas schmälert jegliche Art des Lernerfolges.